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Autor: FolterKnecht Verfasst am 19. 08. 2016
Call of Duty: Infinite Warfare: GAMESCOM 2016
Call of Duty: Infinite Warfare: Neue Eindrücke zum Call of Duty-Ableger im Weltraum sowie zum Remaster von Modern Warfare direkt von der Gamescom!



Call of Duty: Infinite Warfare begibt sich nach zahlreichen Zukunfts-Trips in den letzten Jahren nun endgültig in Science-Fiction-Regionen: Mit teils ganz schön futuristischen Wummen machen wir nicht nur die Erde, sondern auch den Weltraum unsicher, wo wir teils in Schwerelosigkeit, teils in Raumstation und sogar mittels Kammschiffen gegen feindliche Übermächte vorgehen. Auf der Gamescom wurde das Weltall-Setting um einen weiteren Aspekt erweitert: In einer Video-Präsentation bekamen wir eine völlig neue Mission zu sehen, die uns auf einen in der Nähe der Sonne seine Kreise ziehenden Asteroiden schickt.

Dort nämlich haben die Menschen von der Erde eine Forschungsstation errichtet, deren Team völlig unvermittelt den Kontakt mit der Heimatbasis abgebrochen hat. Die Aufgabe für unseren Protagonisten Captain Reyes und sein Team ist klar: Herausfinden, was dort vorgefallen ist und - hoffentlich die Überlebenden des wie auch immer gearteten Unfalls sicher bergen.

Call of Duty: Infinite Warfare - heiße Abenteuer im Weltraum
Die Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Auf dem formschönen Weltraumbrocken herrschen nämlich leicht unangenehme Temperaturen von um die 900 Grad Celsius. Als unser Team auf dem Asteroiden aufsetzt, müssen deswegen natürlich erst einmal hitzeresistente Spezialanzüge übergezogen werden. Um nicht trotzdem der Glut zum Opfer zu fallen und als Helden-Steak "Well Done" zu enden, gilt es, nach dem Verlassen des Schiffes ganz genau auf die Rotation des Himmelskörpers zu achten und nicht genau dann über das freie Feld zu rennen, wenn die Sonne uns von oben auf die Rübe prallt. Nachdem wir über Lavaflüsse gesprungen, dem Licht ausgewichen und über eine in sich zusammenbrechende Metallbrücke gerannt sind, finden wir uns in der trügerischen Sicherheit der Forschungsstation wieder.



Call of Duty: Infinite Warfare - Aufstand der Robo-Helfer
Jedoch scheint der Ort wie ausgestorben, und schon bald finden wir die erste Leiche auf dem Boden, und bald darauf die zweite und eine dritte, die anscheinend erschossen wurde. Während wir immer weitere brutal aus dem Leben gerissene Menschen aufspüren, streift unser Blick auch einen der zahlreich auf der Station eingesetzten Sicherheitsbots, der offenbar mit einem beherzten Messerstich in den künstlichen Torso außer Gefecht gesetzt wurde - und ein furchtbarer Verdacht stellt sich ein. Dieser bestätigt sich, als uns plötzlich hinterrücks eine weitere Sicherheitsdrohne überfällt und wir nur mit Müh und Not überleben. Als wir ein verschlossenes Tor öffnen und uns auf einmal einer wahren Armada an Robo-Feinden gegenüber sehen, endet das Missions-Video und wir bekommen lediglich noch eine schnell geschnittene Abfolge rasanter Momente aus dem Kampf gegen die Übermacht zu sehen.

Call of Duty: Infinite Warfare - ruhige Momente, rasante Action
Was angesichts dieser Singleplayer-Mission auffällt, ist, dass es die Entwickler ernst meinen mit ihrem Versprechen, die Kampagne nach der etwas stiefmütterlichen Behandlung in den letzten Jahren zugunsten des Mehrspieler-Parts wieder mehr in den Fokus zu rücken; dies zeigt sich nicht zuletzt daran dass, wie schon auf der E3, der Multiplayer in der Demo überhaupt keine Rolle spielt. Schön ist auch die Tatsache, dass deutlich mehr als zuvor mit ruhigen Momenten während den Action-reichen Gefechten gearbeitet wird. In der gesamten gezeigten Mission fällt kaum ein Schuss, und die Atmosphäre auf der verlassenen Station kommt sehr gut rüber. Wir meinen: Hier könnte eines der besten Call of Duty-Singleplayer-Erlebnisse der letzten Jahre auf uns zukommen!



Call of Duty: Infinite Warfare - Zombies from Outer Space
Weniger handlungslastig und stattdessen total durchgeknallt geht es im inzwischen schon fast pflichtmäßig vorhandenen Zombie-Zusatzspielmodus zu. In Call of Duty: Infinite Warfare hört er auf den klingenden Namen Zombies in Space Land und wurde auf der Gamescom im Rahmen eines unterhaltsamen Trailers präsentiert. Der Name ist Programm - in einem 80er-Jahre-Vergnügungspark im Weltraum treten wir hier als funky gekleideter Held gegen in ebenso stilvolle Retro-Klamotten gehüllte Untote an und geben ihnen etwa in der Schießbude, am Riesenrad oder natürlich in der Geisterbahn Saures. Klingt lustig, wird mit schöner 80er-Jahre-Mucke untermalt und dürfte wieder einmal eine sehr willkommene Ergänzung zu den primären Spielmodi darstellen.

Call of Duty: Modern Warfare Remastered - schöne Demoralisierung
Zu guter Letzt erlaubte uns die Gamescom-Präsentation auch einen weiteren Blick auf die grafisch extrem aufgebohrte Neuauflage von Call of Duty 4: Modern Warfare für PC, PS4 und Xbox One, welche (zumindest vorerst) exklusiv der Special Edition von Infinite Warfare beiliegen wird. Diesmal wurde uns das Level "Demoralisierung" präsentiert, wo wir erneut intensive Gefechtssituationen an Bord eines Hubschraubers sowie in staubigen Straßen erleben und am Ende eine explosiv-atomare Überraschung erleben. Grafisch ist das Abenteuer in etwa gleichauf mit Infinite Warfare, spielerisch fast unverändert - zumindest in der Kampagne. Im diesmal auch hier nicht näher beleuchteten Mehrspielermodus hingegen wird es bezüglich der Map und Modi-Auswahl eine Art Best-of der Inhalte der letzten Jahre geben.

Call of Duty: Infinite Warfare - vielversprechende, kriegerische Zukunft
Alles in allem ist Call of Duty in diesem Jahr ziemlich stark aufgestellt und verspricht, sowohl mit innovativen Ideen in die Zukunft zu blicken als auch die Qualitäten der Vergangenheit, welche in den letzten paar Ablegern nicht immer berücksichtigt wurden, wieder aufleben zu lassen. Es wir spannend zu sehen sein, ob der futuristische Weltraum-Spaß von Infinite Warfare oder die Action-geladene Aufbereitung des Ersten Weltkrieges von Battlefield 1 bei den Fans besser ankommen wird; je nachdem, wie der Verkaufszahlen-Pegel ausschlägt, könnte sich in diesem Jahr entscheiden, in welche Richtung das Genre der Kriegsshooter für die nächsten paar Jahre gehen wird.





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